Allgemeines über Braderup auf Sylt:

Die erste urkundliche Erwähnung findet Braderup im Jahre 1540, wobei der Ort selbst sehr viel älter sein dürfte. Die Namensgebung deutet auf eine ursprünglich jütische (dänische) Bevölkerung hin. Der Name "Braderup" heißt soviel wie "Ort am Kliff", was auf das "Weiße Kliff" hindeutet einem Sandkliff an der Wattenmeerküste.

Viele Hügelgräber in der unmittelbaren Umgebung des Ortes zeugen von einer frühen Besiedlung der Geest bei Braderup und einer langen Geschichte.

Braderup selbst hat heute ungefähr 100 ständige Einwohner, und ist heute der kleinere Ortsteil der Gemeinde Wenningstedt-Braderup

Die vielen Friesenhäuser in Braderup belegen, dass der Ortsteil Braderup ursprünglich der größere Ortsteil der Gemeinde war. Die alten großen Friesenhäuser, die dem Haustyp der "Uthländischen Häuser" zugehören, deuten auf eine wohlhabende Vergangenheit hin. Die Friesen verdingten sich als Seeleute und Kapitäne, insbesondere auch im zeitweilig äußerst lukrativen vorindustriellen Walfang vor Spitzbergen.

Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Insel Sylt finden sie hier, ausführlichere Informationen hierüber und die Uthländischen Häuser bietet das Heimatmuseum und das Altfriesische Haus des Sölring Föriining (Sylter Verein) in Keitum.

Seit Mitte des 19 Jh. entwickelte sich der Fremdenverkehr auf der Insel. Dies führte zu einem starken Anwachsen der an der Westküste befindlichen Orte, wegen der dortig besseren Bademöglichkeiten. Die Friesen bevorzugten das Siedeln an der sichereren Ostseite.

Das etwa 2 km entfernte Wenningstedt entwickelte sich zum Hauptort der Schwestergemeinden. Braderup selbst ist weitestgehend unbekannt geblieben wird aber von vielen Prominenten heute als Urlaubsort wegen seiner Ruhe geschätzt.

Ortsplan vom Friesendorf Braderup